Hilfen für Eltern

Eltern autistischer Menschen haben oft genauso viele Sorgen und Nöte wie die Betroffenen selbst, sie werden abgelehnt, ausgegrenzt und beleidigt. Auch für sie sind daher Hilfen sehr wichtig:

  • Insbesondere die Versicherung, dass sie nicht schuld sind am Autismus ihres Kindes, dass keine Erziehungsfehler dazu geführt haben
  • Vermittlung von Verständnis, Wertschätzung und Respekt
  • Informationen über den Autismus (Psychoedukation)
  • Hilfe beim Verstehen autistischer Verhaltensweisen und Anleitung zur hilfreichen Intervention
  • Begleitung der Eltern beim Entwickeln realistischer Perspektiven: sowohl Potenzial als auch Grenzen erkennen; eigene Bedürfnisse wahrnehmen
  • Stärkung der Beziehungsfähigkeit, Verbesserung des Zusammenhaltes innerhalb der Familie
  • Würdigung der Einschränkungen und Entbehrungen
  • Blick auf Ressourcen
  • Hilfe und Motivation zur Selbsthilfe, um sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen und von deren Lösungen zu profitieren; evtl. eigene Therapiemaßnahme.

Sonstige Hilfen

Weitere ergänzende Maßnahmen müssen individuell abgestimmt werden und können die therapeutischen Angebote sinnvoll ergänzen, z.B.:

  • Psychosoziale Unterstützung durch Sozialarbeiter, gemeinde-/ sozialpsychiatrische Dienste etc.
  • Integrationsfachdienste zur beruflichen Vermittlung; Engagement von Firmen oder Privatpersonen bei der Vermittlung von Praktika und Arbeitsstellen
  • Freizeit- und Hilfsangebote durch Verbände der Behindertenhilfe, kirchliche und private Träger
  • physiotherapeutische oder sporttherapeutische Angebote
  • Unterstützung durch die Familie, v.a. Eltern und Geschwister
  • Nachbarschaftshilfe und Laienhilfesystem
  • viele weitere Ideen.
  • Insgesamt sind individuelle, kreative und flexible Lösungen für alle Lebensbereiche notwendig. Bei der Entwicklung dieser Maßnahmen muss man autistische Menschen selbst und deren Erfahrungen und Wünsche einbeziehen.
  • Wichtig: nicht für jeden Menschen ist das sinnvoll, was anderen hilft – jeder ist anders.